Hoeren und Lesen Blog

Dieser Blog ist Bestandteil von hoeren-undlesen.de - hier packen wir alles rein, was nicht auf hoeren-undlesen.de passt oder mit Hoerbuchern/Buechern wenig bis rein gar nichts zu tun hat.

12. Mai 2008

Rechtsunsicherheit gefährdet Existenz kleinerer Hoerbuchverlage

Abgelegt unter: Redaktionelle Beiträge — Wolfgang Haan @ 12:35

In Kooperation mit dem Börsenverein möchte der Silberfuchs-Verlag eine öffentliche Debatte darüber anregen, dass die Absicherung des Zitatrechtes zur Vermittlung des allgemeinen Kulturgutes in Veröffentlichungen dringend nötig ist. Zunehmend wird die Anerkennung von Zitaten in der Praxis in Frage gestellt – durch kommerzielle Nutzung von Lizenzen wird die Veröffentlichung von wissensvermittelnden Publikationen blockiert oder so kostspielig, dass die Herausgabe dieser Art von Publikationen auf lange Sicht in Gefahr gerät. Angesichts der aktuellen Bildungsdebatte in Deutschland wäre dies eine kulturelle und bildungspolitische Katastrophe.
Allgemeines Kulturgut wird zunehmend zur Ware! Ohne eindeutige Rechtssicherheit droht Verlagen mit Bildungsschwerpunkt, die auf Zitate zur Wissensvermittlung angewiesen sind, in Zeiten zunehmender Klagewellen im Urheberrecht schnell die Insolvenz. Fachanwälte raten inzwischen zu einer Einzelfallprüfung jedes eingesetzten Zitates – bei Publikationen mit zahlreichen Zitaten ein bürokratischer und finanzieller Aufwand, der bei Bildungsveröffentlichungen mit kleinen Auflagen illusorisch ist. Vor allem Publikationen von digitalen neuen Medien – Hörbücher, Filme – werden oft automatisch lizenzpflichtigen Unterhaltungsgenres zugeordnet, auch wenn die Inhalte der Wissensvermittlung dienen. Bildwerke, Sprachwerke, Musikwerke gehören zum kulturellen Allgemeingut und müssen zitierbar bleiben! Da die Vermittlung allgemeinen Kulturgutes in der Wissensgesellschaft eine fundamentale Notwendigkeit darstellt, besteht dringender Handlungsbedarf.
 

Wir fordern mehr Rechtssicherheit

Präzise gesetzliche Regelungen im Zitatrecht!
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Anerkennung von neuen digitalen Medien zur Wissensvermittlung: ein Gütesiegel „zitierberechtigtes Bildungsmedium“ für alle Veröffentlichungsarten
- Regelung von klingenden Musikbeispielen durch allgemeine Begrenzung einer Höchstlänge im Zitat statt Einzelfallprüfung
- Regelung von Bildzitaten über den allgemeinen Kontext der Veröffentlichung statt Einzelfallprüfung
- Regelung für Zitate im multimedialen Kontext: Sprachwerke, Bildwerke, Musikwerke in Filmen, Hörbüchern etc.
 

Wir suchen Mitstreiter:

Verlage, die ebenfalls mit diesem Problem zu kämpfen haben!
Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat angeregt, während der Frankfurter Buchmesse vom 15.-19.10.2008 eine Podiumsdiskussion zum Thema Zitatrecht zu veranstalten.
Wir möchten gern alle betroffenen Verlage und weitere Interessenten einladen, daran teilzunehmen.
Nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit dem Börsenverein auf oder direkt mit uns.
 

Hintergrund

Erfahrungsbericht aus der täglichen Praxis eines Hörbuch-Verlages für Kulturthemen
Der Silberfuchs-Verlag ist ein Zusammenschluss von zwei ARD-Rundfunk-Autorinnen, die seit gut zwei Jahren Hörbücher über Kulturgeschichte veröffentlichen. Sie kooperieren mit Kulturfestivals (z.B. Schleswig-Holstein Musik Festival), Bildungseinrichtungen (z.B. Institut Français, Goethe-Institut) oder Kulturinstituten/Museen (z.B. Laeiszhalle Hamburg, Brahms-Gesellschaft Baden-Baden). Die Hörbücher beschreiben die Kulturgeschichte verschiedener Länder (bislang erschienen: Japan, China, Russland, Ungarn und Niederlande; in Planung: Türkei, Israel, Deutschland, Frankreich) sowie Komponistenbiografien. Das Konzept von Kulturvermittlung ist, dass über das Hören – eine dramaturgisch enge Verzahnung von Information, Erzählung und Musikbeispielen – auch Menschen mit wenig kultureller Vorbildung an Kulturthemen herangeführt werden können. Beim Lesen „abstrakter“ Texte ist es für Laien viel schwieriger, eine eigene Vorstellung zu entwickeln und damit einen Zugang zur Kultur zu finden. Die Silberfuchs-Länderreihe versucht in Zeiten der Globalisierung, Vorurteile über „fremde“ Kulturen abzubauen und die kulturelle Vielfalt der Welt als Reichtum schätzen zu lernen.
Diese Idee der Kulturvermittlung stößt nicht nur bei Kulturinstitutionen auf ein hervorragendes Echo, sondern auch beim Publikum, in den Medien und in der Öffentlichkeit: Die Silberfuchs-Hörbücher wurden nun schon zum zweiten Mal für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert (Kategorien „Beste verlegerische Leistung“, „Beste Information“), das Konzept der Kulturvermittlung wurde mit dem Gründerpreis der IHK Lübeck und dem Sonderpreis Kultur der Wirtschaftsjunioren an der Handelskammer Hamburg ausgezeichnet.
Das juristische Problem: Musikausschnitte, literarische Zitate, Bildmaterial im Booklet der CD werden in der Rechtssprechung nicht einheitlich bewertet: Handelt es sich um Zitate oder um lizenzpflichtige Übernahmen/Illustrationen? Fachanwälte für Lizenzrecht empfehlen eine Einzelfallprüfung jedes einzelnen genutzten Zitates. Durch die Vielzahl der genutzten Quellen – bedingt durch die thematische Vielfalt der Hörbücher – ist diese Einzelfallprüfung aber so zeitaufwändig und horrend teuer, dass eine Finanzierung bei kleinen Auflagen unrealistisch ist. Daher ist der Gesetzgeber gefragt:

Eindeutige gesetzliche Regelungen müssen Rechtssicherheit geben, nach denen der Einsatz von Ausschnitten zu Bildungszwecken in einem gewissen Umfang erlaubt wird.

Das Kriterium für die Anerkennung eines Zitates, dass ein neuer schöpferischer Kontext entscheidend ist, trifft auf die Silberfuchs-Hörbücher zu, da sie eine durchgehende Erzählung der Kulturgeschichte eines Landes oder der Lebensgeschichte eines Komponisten entwerfen und die Bilder/Musiken/Gedichte beschreiben, in die Kulturgeschichte einordnen, und Musikausschnitte aus den jeweiligen Epochen wählen, um das jeweilige Zeitalter erlebbar zu machen. Die Ausschnitte werden dramaturgisch genau auf den Text zugeschnitten und so montiert, dass eine neue Einheit von Wort und Musik entsteht.
Die Frage ist nun: da im Buchbereich ja auch bei populärwissenschaftlichen Publikationen das Zitatrecht greift, wie lässt sich erreichen, dass es auch für populärwissenschaftliche Hörbücher Rechtssicherheit geben kann? Das wäre ja z.B. über eine gesetzliche Regelung über die Höchstdauer mit Musikausschnitten denkbar oder die Anerkennung unserer Hörbücher als Bildungsmedien (den Schulbüchern vergleichbar oder den Rundfunkanstalten, dort hat sich längst die Praxis durchgesetzt, dass kurze Ausschnitte nicht lizensiert werden).
Gerade angesichts der aktuellen Debatte um die Defizite der kulturellen Bildung in Deutschland erscheint es absurd, wie sehr ein kleiner Verlag zu kämpfen hat, der sich für kulturelle Breitenbildung engagieren möchte. 

Quelle: Silberfuchs-Verlag

Israel hören - Das heilige Land

Abgelegt unter: Redaktionelle Beiträge — Wolfgang Haan @ 11:19

Israel hören - Das Heilige Land

Das erste deutschsprachige Israel-Hörbuch zum Jubiläum “60 Jahre Israel”

(openPR) - Sprecher: Rolf Becker, Autorin: Corinna Hesse Eine klingende Reise durch die Kulturgeschichte des Heiligen Landes von den biblischen Anfängen bis in die Gegenwart, mit über 50 Musikbeispielen, künstlerisch gestaltete CD-Edition (16 Seiten) mit Zeittafel und zahlreichen farbigen Abbildungen, 1 CD, 80 Minuten Anlässlich des Jubiläums „60 Jahre Staatsgründung Israels“ erzählt das Israel-Hörbuch von den Ursprüngen Israels und des Heiligen Landes bis zur Staatsgründung Israels und zur heutigen, multikulturell geprägten Gegenwart Israels.

Keine Kultur der Welt hat die Menschheit so stark beeinflusst wie das antike Israel. Hier entstand die Heilige Schrift: das meistgelesene Buch der Menschheit. Das „Buch der Bücher“ birgt die Weisheit des alten Orients, an dessen Handelsstraßen sich einst die ersten Städte Kanaans gründeten. Israel wurde zum Schmelztiegel der frühen Hochkulturen – und Jerusalem zur Heiligen Stadt der drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Das Land „am Nabel der Welt“. Die Kulturjournalistin Corinna Hesse spürt den Wurzeln einer geheimnisvollen Kultur am Schnittpunkt zwischen Orient und Okzident nach und beleuchtet deren wechselvolle Geschichte.

Babylonier und Perser, Griechen und Römer, christliche Kreuzfahrer und Osmanen regierten das Land für mehr als 2000 Jahre und drückten ihm ihre kulturellen „Stempel“ auf – doch die ideelle Kraft der frühen Mythen blieb ungebrochen. Bis heute gehen von Israel Impulse aus, die weit über die Region hinauswirken. Der renommierte Schauspieler Rolf Becker erzählt, wie die Juden nach der Zerstörung ihres Tempels ihr Volk und ihre Religion in die Gegenwart retteten – trotz Verfolgung und Völkermord, wo und wann immer sie lebten.

Der Blick in die Kulturgeschichte zeigt, dass die Völker dieser Region auf gemeinsame Wurzeln zurückgehen. In diesen kraftvollen Wurzeln liegt die Hoffnung, dass das seit Jahrtausenden kriegsgebeutelte Land eines Tages seinen Frieden finden wird. Beispiele aus der traditionellen, klassischen und modernen Musik und viele Literaturzitate bilden ein klingendes Kaleidoskop der langen Kulturgeschichte des Heiligen Landes.

Quelle: Corinna Hesse & Antje Hinz GbR

9. Mai 2008

Annette Langen, Autorin der Felix-Buchreihe, engagiert sich für den Naturschutz

Abgelegt unter: Redaktionelle Beiträge — Wolfgang Haan @ 09:56

Bonn/Münster, Mai 2008. Parallel zur UN-Konferenz der Artenvielfalt wird in Bonn am 18. Mai 2008 der “Bonner Weg der Artenvielfalt” eröffnet, der kleinen und großen Besucher die Wunder der heimischen Natur zeigt. Initiator ist der Naturschutzbund (NABU) Bonn, der größten Wert darauf gelegt hat, das Wissen unterhaltsam und spielerisch zu präsentieren. Auf den Spuren des reiselustigen Hasen Felix, der vielen Kindern aus den Bilder- und Sachbüchern bekannt ist, können kleine Naturforscher verborgene Tiere entdecken, uralte Bäume bestaunen und mit allen Sinnen die Natur erleben. 
 
Der “Bonner Weg der Artenvielfalt” ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem NABU Bonn und dem Amt für Stadtgrün der Stadt Bonn. Auf 2,3 Kilometer werden zahlreiche Stationen wie ein Laubtunnel, ein Dendrophon oder ein Barfußpfad zum Naturerlebnis. Dabei werden den Besuchern zahlreiche landschaftliche Besonderheiten wie ein Wildgatter, das Annaberg Feld oder Kopfbuchen anschaulich präsentiert. Der Weg wird von der Bonner Stadtförsterei unterhalten und soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Dieser Pfad ersetzt einen alten, nicht mehr zeitgemäßen “Waldlehrpfad” aus den 70er Jahren.
 
Gemeinsam mit Annette Langen, der Felix-Autorin (”Briefe von Felix”, erschienen im Coppenrath Verlag, illustriert von Constanza Droop), entstand ein interaktiver Naturpfad. An unterschiedlichen Stationen erleben kleine Entdecker “Natur pur” und lernen Tiere und Pflanzen des Kottenforstes kennen. “Oft entdecken Kinder etwas, was uns Erwachsenen kaum auffällt, um es völlig versunken und ‚endlos lange’ zu beobachten. Im Idealfall mit langfristigen Folgen, denn man schützt nur das, was man kennt und liebt!” Wie wichtig der Artenschutz ist, bestätigt Jürgen Wissmann, Projektkoordinator für die NABU. “Uns ist wichtig, dass bereits Kinder ein Gespür für die Einmaligkeit unserer Natur entdecken. Denn so weiß beispielsweise kaum ein Mensch, dass über 40.000 Arten auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten stehen. Daher freut es uns, dass uns die Stadt Bonn die Möglichkeit bietet, im Kottenforst auch auf diese Problematik hinzuweisen.” 
 
Am Anfang des Naturpfades erwartet den Besucher das grüne Klassenzimmer. In einem überdimensionalen Felix-Buch erfahren Kinder, warum unsere Erde einzigartig ist und was jedes Kind tun kann, um sie zu schützen.
 
Die weltweite Artenvielfalt wird auch eines der zentralen Themen der UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt sein, zu der die Stadt Bonn vom 19. – 30. Mai über 5000 Teilnehmer erwartet. Gastgeber sind das Bundesumweltministerium in Zusammen-arbeit mit dem Landwirtschaftsministerium. Die Stadt Bonn begleitet die Konferenz mit einem umfangreichen Rahmenprogramm wie dem Kindergipfel oder einer Bürgermeisterkonferenz.
 
“Die UN-Konferenz, der Naturpfad und die Neugier der Kinder geben die Impulse, unsere Natur langfristig zu schützen”, hofft Annette Langen, die diesem Thema in ihren Büchern immer eine besondere Stellung einräumt.
 
 
für weitere Informationen
 
Stephan Mense, Stadt Bonn, Tel.: 0228/2436052,
stephan.mense@bonn.de
Jürgen Wissmann, NABU, Tel.: 0228/57760,
juergwissmann@t-online.de
Tomas Rensing, Coppenrath Verlag, Tel.: 0251/41411.822;
rensing@coppenrath.de

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