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Victor D. LaValle - Monster

Victor D. LaValle
Monster


dtv, 2008
336 Seiten
Übersetzer: Klaus Modick

Leseprobe 1 (pdf, 0 MB)


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Kaspar Hauser in Queens

Victor D. LaValle - Monster

Der Ich-Erzähler Anthony ist der Anti-Held aus Victor D. Lavalles Debütromans „Monster“. Seit er seine eigene Wohnung hat, macht sich seine Familie Sorgen um ihn. Und eines Tages bekommt er Besuch: „In einem grünen Leihwagen fuhren sie quer durch New York State, um mich als wilden Mann … aufzuspüren. Hatte eine Brille mit gesplitterten Gläsern auf der Nase, und auf meinem Kopf türmten sich die Haare als gigantischer Afroblumenkohl. Ich wog dreihundertundfünfzehn Pfund… Meine Familie brachte mich nach Hause und verfrachtete mich da in den Keller.“ Kaspar Hauser in Queens - auch Liebe kennt Grenzen. Dies erkennt auch Anthony schnell: „Ihre Fürsorge war wunderbar, aber ihre herablassende Art war tödlich – und überraschend.“

Seine Familie besteht aus der agilen Oma (Mit ihren dreiundneunzig Jahren sprang sogar Oma über meine wabbeligen Schultern und raste in die Küche.), seiner fanatisch-religiösen, fast asketischen Mutter (Früher war sie so schwach wie ich gewesen, aber nun war ich der einzige, der dem Lockruf der Speisekammer erlag) und seiner dreizehnjährigen Schwester Nabisase.

Alle drei möchten, dass er rank und schlank wird wie der Rest der Familie. Denn in Amerika gilt Fettleibigkeit als Schwäche. Doch Abnehmen fällt ihm schwer: „Ich möchte nicht monomanisch erscheinen, aber da gab es immer noch acht Eier, acht Scheiben Toast, sechs Butterportionen, vier Gläser Orangensaft, zwei Tassen Tee, sechs Frühstückswürstchen und dreizehn Speckstreifen.“ Damit füllt er eine Salatschüssel und „kippt noch eine halbe Tasse Ketchup und einen Teelöffel Salz dazu“ – dann verquirlt er die Pampe und will sich zum Verzehr in den Keller zurückziehen, was ihm nicht gelingt.

Das alles geschieht schon alles auf den ersten von 330 Seiten des Romans. Anthony muss sich nicht nur gegen die ständigen Erziehungsversuche seiner Familie wehren, sondern will auch in der Gesellschaft Fuß fassen. Hinzu kommt, dass er hypochondrisch veranlagt ist und sich selbst für schizophren hält. Aus dieser Kombination ergeben sich immer wieder skurrile Begebenheiten voller Missverständnisse. LaValle beschreibt ironisch das Leben eines Losers, der versucht, den amerikanischen Way-of-Live zu leben, sich dabei aber immer wieder selber im Weg steht. Der humorige Roman steht im Augenblick nicht alleine da. Fast zeitgleich sind „Callisto“ und „Poppy Shakespeare“ erschienen, die ähnlich abgedreht und brüllend komisch sind. Für alle Liebhaber liebenswürdiger, schräger Figuren genau die richtige Lektüre sind diese drei Bücher ein Muss.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Freakshow aus der schwarzen Mittelschicht. Klassischer Außenseiterroman über Leben und Ansichten eines ziemlich dicken, ziemlich verrückten College-Dropout.

Queens, N.Y. 1995: Anthony ist 23 Jahre alt und hat mehr Probleme als sein fragiles Lebenskonzept vertragen kann. Kein Collegeabschluss, dafür 150 Kilo unterm feinen hell-lila Anzug, Gelegenheitsjobs in der Hausputz-Branche und ein exzentrischer Hang zu Horrorfilmen: nicht gerade eine Garantie für Lebensglück. Doch nach einer Endloskette aberwitziger Ereignisse hat Anthony seine Lektion gelernt.


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