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Craig Russell - Carneval

Craig Russell
Carneval


Verlagsgruppe Lübbe, 2009
Hardcover
429 Seiten
Übersetzer: Bernd Rulkötter

Leseprobe 1 (pdf, 0.2 MB)

Hoerprobe 1 (mp3, 3.6 MB)

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Fleisch statt Kamelle

Craig Russell - Carneval

Der Beginn des Romans soll Unheil und Symbolik ausstrahlen: eine Frau hetzt atemlos durch eine Menschenmenge und morbideste Gedanken jagen durch ihren Kopf: „Wahnsinn! Wohin sie auch blickte herrschte Verrücktheit. Sie lief durch Scharen von Geistesgestörten und hielt verzweifelt nach einer Zuflucht unter Normalen Ausschau, wo sie Rettung finden konnte… Sie drängte sich durch die Feiernden hindurch, fort von den beiden massiven Türmen, die sich aus dem Tohuwabohu der Straßen schwarz und bedrohlich in die Nacht erhoben.“ Nein, falsch geraten. Es handelt sich nicht um eine Szene aus dem jährlichen Winterschlussverkauf, sondern um den Beginn des neuesten Romans von Craig Russell mit dem Titel „Carneval“. Dieser spielt, diesmal zumindest teilweise richtig geraten, während des Karnevals in Köln. Leider gibt es noch zwei – drei andere Handlungsstränge, so dass die eigentlich beabsichtigte Thrillerstimmung gar nicht erst aufkommt. Denn: wenn man die alten Kamellen des Autors nicht kennt, bleibt der Lesespaß auf der Strecke. Und das ist auch außerhalb des Karnevals nicht witzig.


Fabel heißt der vom Autor geschaffene Protagonist. Einen Hamburger Polizisten, den wir nun schon zum vierten Mal begleiten dürfen. Wie schon in „Blutadler“, und „Brandmal“ treffen wir auch hier wieder auf Fabels „Erzfeind“, den Ukrainer Wasyl Witrenko. Diesmal wird dieser gleich von mehreren Seiten gejagt: von Fabel, seiner traumatisierten Kollegin Maria Klee und vom ukrainischen Geheimdienst. Warum Maria Klee von der Rache an dem Kriminellen besessen ist, wird nur am Rande erwähnt und erschließt sich in Gänze nur den Kennern der Vorgängerromane. Gleichfalls rätselhaft bleibt, warum Fabel unbedingt den Polizeidienst quittieren will. Des Weiteren bleibt dem nach Spannung gierenden Leser verborgen, warum hier nun auch noch auf Biegen und Brechen ein Serienkiller in Köln sein Unwesen treiben muss. Ob man Russels Schreibstil mag oder nicht, sei hier einmal dahin gestellt. Aber beide „Thrillerelemente“ würden einem begnadeten Autor reichen, um daraus insgesamt zwei spannende Romane zu konstruieren. Russel jedoch scheitert am Versuch, Beide so zu verknüpfen, dass sowohl die Spannung als auch die Übersicht erhalten bleiben. Übrig bleibt leider nur ein mäßig thrilliges Lesevergnügen, welches weit hinter den Erwartungen zurück bleibt. Denn selbst, wenn man sich „nur“ auf die Konfrontation zwischen Fabel und Witrenko konzentriert und dem finalen Showdown entgegen fiebert, bleibt man am Ende enttäuscht zurück angesichts der Ideenlosigkeit, mit welcher uns der Autor letzthin abspeist. Da ist selbst so mancher ARD-Tatort origineller – und das will ja schon mal etwas heißen.

Rezensent: Wolfgang Haan





Verlagsinformation

Auf den Straßen tanzt das Volk, und das Einzige, was zählt, ist der Spaß an der Freud’. Doch Oberkommissar Benni Scholz hat andere Sorgen, als den Karnevalswagen der Kölner Polizei herzurichten. Er hat zwei ungeklärte Morde in seinen Akten, begangen im letzten und im vorletzten Jahr. Beide Opfer waren nach ihrem Tod verstümmelt worden Ein Pfund Fleisch wurde ihnen aus dem Körper geschnitten. Und auch der Tag war der gleiche: Weiberfastnacht. Scholz befürchtet, dass der Mörder in diesem Jahr wieder zuschlagen wird. Darum fordert er seinen Kollegen Jan Fabel von der Hamburger Mordkommission zur Unterstützung an, der Erfahrung mit Serientätern hat.. Fabel möchten sich eigentlich nicht in diesen Fall hineinziehen lassen. Aber eine Kollegin aus seinem Team ist in Köln untergetaucht, und Fabel weiß, dass sie noch eine Rechnung mit einem ukrainischen Gangster zu begleichen hat. Um sie zu finden, stellt Fabel neben seinem offiziellen Auftrag eigene Ermittlungen an. So gerät er zwischen alle Fronten, während ringsum der Frohsinn tobt und ein gemeingefährlicher Irrer in der Stadt sein Unwesen treibt. Denn Fabel ist sich sicher, dass die Trophäe des Täters nicht nur symbolisch war. Sondern eine Mahlzeit.



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